Der Sonntag Drucken E-Mail
Das Frühstück
Als wir tags darauf aufwachten, merkten wir, dass unser Nachbarszelt schon wieder ( oder immer noch? ) am Diskutieren war. Wahrscheinlich haben sie die ganze Nacht ein Streitgespräch darüber geführt, was sein würde, wenn Würstchen zehn Prozent teurer werden würden, dafür der Honig-Preis zwanzig Prozent gesenkt würde, denn Honig wird ja weniger gekauft als Würstchen, so kann man sagen, dass das ganze eigentlich eine geniale Idee ist. Die Tatsache, dass, wenn man nun zwei mal Würstchen kauft, und einmal Honig, sich das ganze wieder aufhebt, kann so aber nicht stimmen, da der Honig-Preis nicht dem Würstchen-Preis entspricht. Wenn aber Honig teurer ist als Würstchen, würde sich das Geschäft für eine Person, die gerne ihre Würstchen mit Honig bestreicht, wieder lohnen.
Durch das Gespräch über Honig mit Würstchen schienen die Nachbarn hungrig zu sein, und darauf kam auch gleich Farfalla an unseren Zelten vorbei, die uns zum Frühstück holte. Wenig später standen alle, mit Ausnahme von Louis, der seine Stiefel nicht anziehen konnte, vor dem Stafü-Zelt ( ja, Stiefel, denn es war heute ziemlich bedeckt ). So marschierten wir nun alle zusammen zur Essensausgabe. Wir standen alle brav an, hatten jedoch Pech. Gleich, nachdem Murmu sich seinen „Anke“ mit Brot geholt hatte, war die Brotkiste leer, und wir mussten zwei Minuten warten. Danach setzten wir uns irgendwo drauf ( irgendwas aus Eisen und Calcium, aber ich weiss nicht mehr was ). Auch Gott kam dazu, und so nahmen wir alle unser Frühstück zu uns. Währenddessen begann es zu „tröpfeln“, was aber zum Glück sofort wieder aufhörte. Bewölkt blieb es aber. Danach machten wir uns auf den Weg zur Waschanlage, doch wurden wir auf dem Weg von Marder aufgehalten, der uns freundlicherweise darüber aufklärte, dass es gleich neben der Essensausgabe einige Waschzuber gab, worauf wir uns erwartungsvoll hinten anstellten. In den Zubern lagen sogar jeweils zwei bis drei Waschbürstchen, die man uns zur Verfügung gestellt hatte. Nachdem wir unser Geschirr wieder sauber gemacht hatten, ging es zurück in die Zelte. Murmu holte uns aber wieder raus, da wir alle beim so genannten Fahnenaufzug dabei sein sollten. Das ganze ging recht schnell, wir gingen kurz raus, schauten uns Murmu und eine Fahne an, und gingen wieder ins Zelt.
 
Das Sportstück
Nach einigen Minuten, die Gümper dazu nutzte, uns ein von ihm neu entdecktes Lied vorzuführen, ging es dann wieder raus, wo es immer noch bewölkt, aber ansonsten schön war. Geschützt mit Regenjacken gingen wir nun weg vom Lagerplatz, auf ein Sportfeld, wo auch schon die Weissensteiner warteten, aber nicht auf uns. Nein, diesmal war jeder Stamm, und jede Abteilung auf sich alleine gestellt. Wir versammelten uns also alle auf dem Sportfeld, und begannen ein Extreme Activity. Für alle, die nicht wissen, was das ist: Ein Spieler, sagen wir mal eine Gallina, würfelt mit einem Würfel eine Zahl. Nehmen wir mal an, die Zahl wäre eine sechs, und nehmen wir mal an, die sechs wäre „Pantomime“ (=sie muss etwas auf pantomimisch vorführen, das ihre Gruppe danach erraten muss ), dann muss sie jetzt nochmals würfeln. Denn nun kommt noch ein Störungsfaktor dazu. Nehmen wir also mal an, sie würfelt beim zweiten Mal eine zwei, und nehmen wir mal an, die zwei wäre „Hände zusammenbinden“, dann muss sie uns also durch Pantomime etwas erklären, und zwar mit zusammengebundenen Händen. So kann dieses Spiel doch ganz lustig werden. Ein besonders erwähnenswerter Moment ist der Auftritt von Daniel Brönnimann v/o Fuchs, der uns durch sprechen etwas erklären musste, und zwar währenddem er „Chrömli“ ass, die richtig schön trocken waren. Das erwies sich als sehr lustig, jedenfalls für die Zuschauer. Fuchs wirkte dabei nämlich wie ein Springbrunnen, halt nur nicht mit Wasser, sondern mit Keksen gefüllt. Trotz der zweiminütigen Bemühung, den Begriff „Wedding Planer“ zu erklären, schaffte es Fuchs nicht, und musste sich den „Chrömli“ geschlagen geben.
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Noch schlimmer war es für Piranha, der gegen ein Ei aus Styropor versagte. Nun fragen Sie sich sicher: „ Moment mal, wo bleibt hier der sportliche Aspekt?“ Das ist so: Unter den Aufgaben gab es auch zahlreiche sportliche Aufgaben, so musste man zum Beispiel einen Begriff auf einem Rücken einer bestimmten Person zeichnen ( besser gesagt auf einem Blatt auf einem Rücken einer Person ), die pausenlos davon zu rennen versuchte. Danach gab es ein British Bulldogg mit den Weissensteinern. Hier sind zwei Sachen erwähnenswert: Zum Ersten zogen die Schauenburger jetzt die Jacken aus, da der viele Sport sich langsam in Form der Körpertemperatur bemerkbar machte, zum anderen rannte Grizzly auf den gerade erwischten  

( = beim British-Bulldogg erwischten ) Puma zu, sprang hoch und rammte ihm das
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(Hier sehen Sie einen Teil des Haufens von Hamster. )

 
 Knie in die Rippen, was bei den Zuschauern Entsetzen auslöste. Grizzly entschuldigte sich aber auch dafür. Daraufhin wurde Pause gemacht. Aber nicht lange, denn die sportliche Aktivität ging inoffiziell weiter, und zwar dadurch, dass Louis etwas verloren hatte, was es wiederzufinden galt, und zum anderen, dass es einen riesigen Haufen auf Hamster gab, von dem es eigentlich auch noch ein Video gäbe. Hamster überlebte diesen plötzlichen Angriff aber unbeschadet, und auch Goofy, dessen Bein, wie man ihm Video gut sehen kann, bei dem Haufen brutal umgeknickt wurde, kam mit einem blauen Auge davon.

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( Hier sehen Sie Piranha beim Todeskampf mit dem Styroporei. )

 
Das Mittagsstück
Danach gab es zunächst mal eine warme Mahlzeit für jedermann und jederfrau. Wie bei jedem Essen drängten sich alle Pfadis nach vorne, in der Hoffnung, mehr zu kriegen als die anderen. Alleine der Kampf ums Essen forderte mehrere Opfer. Auch die Habichter waren immer ganz vorne dabei, wenn es ums Essen ging, und konnten so den Titel verteidigen, vom Stamm Schauenburg immer als erste am Essen zu sein. Was es an diesem Sonntag so zu essen gab, wissen wir leider nicht mehr. Auch auf den Fotos von Murmu ist nicht zu erkennen, was wir denn am Sonntag in uns reingestopft hatten. Dafür konnten wir durch seine Fotos andere Sachen ausmachen. Zum Beispiel Piranha, der Schleichwerbung für Migros-Teller macht, oder Farfalla, die heimlich von einer Fussballkarriere träumt. Falls Sie mal einen Blick auf www.pfadi-so.ch in die Gallerie werfen, können Sie sich selbst davon überzeugen. Viel gibt es über dieses Mittagsstück eigentlich nicht mehr zu schreiben, da es, verglichen mit den anderen Habicht-Aktivitäten eher unspektakulär ausfiel. Erwähnenswert ist nur noch, dass die Habichter diesmal zum Waschzuber gingen, ohne von jemandem ermahnt zu werden.

 
Das Postenlaufstück
Nach einer kurzen Pause, in der Goofy uns seine Stimme vorführte, indem er „Keine Lust“ von Rammstein vorsang, trafen wir uns wieder vor den Stafüzelten. Inzwischen schien die Sonne wieder, trotzdem hielten es alle für sicherer, die Regenjacken mitzunehmen. Die Johanniter machten sich auch gerade auf den Weg zu ihrer Partnerabteilung, während wir wieder zum Sportfeld vom Morgen gingen. Sie waren von Goofys Gesang nicht gerade begeistert, und hatten „keine Lust“, ihn nach dieser Aktion auch nur eines Blickes zu würdigen ( das Fähnli Habicht hat übrigens schon am Morgen ein Konzert gegeben, worauf die Johanniter sagten, wir sollten aufhören, da einer von ihnen Kopfschmerzen hätte ). Nun, als wir dort ankamen, bemerkten wir, dass wir das, was jetzt kommen würde, nicht alleine durchstehen müssten. Es kamen ( zufälligerweise ) die Abteilung Weissenstein und ein Teil der Abteilung St.Urs dazu. Darunter auch Gott, der sofort zu seinem Jünger Gümper ging.

 
 

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